Elektrische Sicherheit

Wie im vorigen Kapitel beschrieben, funktionieren Nervenzellen also letztlich mit elektrischem Strom, genauer gesagt, elektrischen Ladungen. Selbstverständlich gehören dazu auch die Nerven, die das Herz und die Atmung steuern. Fließt ein von außen eingeführter Strom durch diese lebenswichtigen Nervenzellen, kann er deren Funktion empfindlich stören. Das kann sich durch Verkrampfen oder Flattern des Herzmuskels (Herzkammerflimmern) äußern. Solche Störungen sind daher grundsätzlich lebensgefährlich.
Aus diesem Grund muss immer darauf geachtet werden, dass der zugeführte Strom niemals durch das Herz fließen kann.
Ebenfalls gefährlich könnten zu hohe Spannungen an Muskeln werden, weil sie unter Umständen zu Zerrungen oder Rissen an Sehnen und Muskeln, ja sogar zu Knochenbrüchen führen können. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass der Strom nicht durch Muskeln fließt. Es sollen ja nur die Genitalien und evtl. erogene Zonen gereizt werden.

»Wasserspiele«

Eine sehr reizvolle Variante ist es, in der Badewanne zu spielen. Dabei ist aber besondere Vorsicht geboten. Grundsätzlich sollte man die Finger von solchen Spielchen lassen, wenn man nicht ganz genau über die Ausbreitung von Strom im Wasser Bescheid weiß.
In jedem Fall dürfen im Wasser ausschließlich Geräte mit Batteriebetrieb verwendet werden! Armaturen, Badewannen und Duschbecken sind immer geerdet und könnten bei Benutzung netzbetriebener Geräte hohe Spannungen ins Wasser leiten, die dann sehr gefährlich wären. Wenn es denn unbedingt ein netzbetriebenes Gerät sein muss, dann sollte nur eins mit galvanisch getrenntem Ausgang verwendet werden, wie z.B. ein ELA-VerstärkerEine Beschreibung von Geräten mit Netzbetrieb, die ursprünglich nicht für die EES vorgesehen, aber unter Beachtung der Sicherheitsrichtlinien durchaus dafür geeignet sind.
Unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen lassen sich aber im Wasser sehr erregende Spiele durchführen. Mit Innenelektroden und entsprechenden Außenelektroden lassen sich äußerst aufregende Gefühle erzeugen. Es ist kein direkter Hautkontakt mit den Elektroden erforderlich, weil das Wasser den Strom leitet und weiträumig verteilt. Der Strom wirkt dann aber auch auf Körperstellen, in denen sich Muskeln befinden. Diese können sich dann zusammen ziehen und auch verkrampfen.
Also: Vorsicht bei Spielen im Wasser.

Bananenstecker

Bananenstecker

Zur elektrischen Sicherheit gehört auch die Art der Anschlüsse für die Elektroden. Einige Elektroden für E-Stim Geräte aus dem Sexfachhandel werden mit Bananensteckern angeschlossen. Diese Stecker sind billig, überall leicht erhältlich und werden deshalb besonders für billige Geräte verwendet. Bananenstecker passen aber auch perfekt in jede handelsübliche Netzsteckdose. Nur zu leicht könnte jemand im Übermut oder aus Bosheit auf die verwegene Idee kommen, die Elektroden dort einzustecken.

Werden EES-Elektroden direkt ans Stromnetz angeschlossen, droht unmittelbare Lebensgefahr!
Wer dies tut, begeht einen Mordversuch!


links das Original, rechts das gefälschte Zeichen, wobei die Buchstaben näher beieinander stehen
Der Vergleich zwischen beiden Zeichen verdeut­licht, wo der Unterschied zwischen Original und Fälschung liegt.

Ich halte deshalb nichts von BananensteckernWikipedia - Bananenstecker/Gefahren und kann nur davor warnen, solche Produkte zu kaufen. Meiner Meinung nach dürften EES-Geräte mit Anschlüssen für Bananenstecker überhaupt nicht für den Verkauf in Deutschland zugelassen werden und wer ein CE-KennzeichenWikipedia - CE-Kennzeichnung dafür vergibt, sollte mit hohen Geldstrafen belegt werden.
Viel sicherer sind Elektroden, die mit Klinkensteckern (2,5 oder 3,5 mm) angeschlossen werden, da diese Stecker nicht versehentlich in eine Netzsteckdose gesteckt werden können.

Verstärker

Im Übrigen sollte man immer darauf achten, dass die Elektroden niemals mit Netzspannung in Berührung kommen können. Aus diesem Grund ist davon abzuraten, als Stromquelle etwa einen HiFi-Verstärker zu verwenden, obwohl solche Geräte durchaus zu sehr reizvollen Ergebnissen fähig sind. Doch meist sind sie nicht geerdet und könnten, zumindest teilweise, Netzspannung am Ausgang führen.
Wenn man schon einen HiFi-Verstärker benutzen will, dann sollte man die Elektroden grundsätzlich über einen galvanisch getrennten Übertrager anschließen. Das könnte z.B. ein ELA-Übertrager oder notfalls auch ein Netztrafo sein, den man aus einem anderen Gerät ausgebaut hat. Solche Verfahren sind jedoch ausschließlich für Anwender geeignet, die über mehr als nur Grundkenntnisse der Elektrotechnik verfügen.
Grundvoraussetzungen für solche Experimente sind fundierte Kenntnis der VDE-Vorschriften (VDE0752) und der Elektrotechnik bzw. Elektronik. Für Laien kann ich nur die Verwendung von TÜV-geprüften, batteriebetriebenen Geräten empfehlen. Hier hat aber die Sicherheit ihren Preis, denn wirklich gute Geräte sind nicht unter € 100,- zu haben.


Hinweis:
Das CE-Zeichen habe ich entsprechend der Ziffer A im Anhang III des Amtsblatts L 374/10 – "Richtlinie 2006/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates" vom 12. Dezember 2006 erstellt.
Die Vergleichstafel »Der feine Unterschied« habe ich ebenfalls anhand dieser Vorlage erstellt.


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